Hand eines Chauffeurs im Anzug am Lenkrad

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Diskretion, Sprache, Protokoll: die Arbeit eines Chauffeurs neben dem Fahren

Begrüßung, Schweigen, Reihenfolge und Vorfahrt entscheiden über eine Fahrt mehr als die Strecke. Woran sich die Arbeitsweise eines Chauffeurbetriebs schon vorher erkennen lässt.

Ein Chauffeur wird am Fahren gemessen, obwohl der größere Teil seiner Arbeit daneben liegt. Begrüßung, Schweigen, Reihenfolge, Vorfahrt und der Umgang mit dem Gepäck entscheiden darüber, wie eine Fahrt erlebt wird. Dieser Beitrag beschreibt, woran sich diese Arbeit bemessen lässt und was Sie davon bemerken sollen.

Auf einen Blick

  • Die sichtbare Leistung ist die Fahrt. Die eigentliche Leistung liegt in der Vorbereitung und im Verhalten am Fahrzeug.
  • Unsere Chauffeure sind auf Vertraulichkeit verpflichtet. Auf Wunsch legen wir Führungszeugnisse vor und unterzeichnen vor dem Einsatz eine Vertraulichkeitsvereinbarung.
  • Begrüßt wird auf Deutsch, Englisch oder Arabisch. Am Flughafen mit Namensschild, danach mit Übergabe an Ihren Empfang.
  • Bei protokollarischen Anlässen werden Funktion, Anrede, Entsendestaat und die Anforderungen an Vorfahrt und Begrüßung vorab erfasst und der Chauffeur gebrieft.
  • Personenschutz erbringen wir nicht selbst. Wir richten Route, Vorfahrt und Timing nach den Vorgaben der von Ihnen benannten Sicherheitsverantwortlichen aus.

Der Chauffeur ist nicht der Fahrer

Ein Fahrer bringt eine Person von einem Ort zum anderen. Ein Chauffeur verantwortet die Übergänge davor und danach: auf welcher Seite des Gebäudes vorgefahren wird, wo die Fondtür aufgeht, wer das Gepäck übernimmt, wie viel Zeitpuffer die Strecke verträgt und wann er wieder bereitsteht. Diese Entscheidungen fallen vor der Fahrt. Wer sie vorher klärt, muss unterwegs nichts mehr improvisieren.

Deshalb ist die Frage, wer am Steuer sitzt, keine Nebensache. Unsere Fahrzeuge sind auf die Xceed Concierge Services GmbH zugelassen und werden ausschließlich von unserem eigenen Personal gefahren. Unsere Chauffeure kennen die Strecken, die Häuser und die Gewohnheiten unserer Gäste, weil sie bleiben. Bei einer Vermittlung über wechselnde Dritte entsteht dieses Wissen nicht, weil niemand lange genug derselbe bleibt.

Der Standort gehört zu dieser Kontinuität. Unser Sitz ist das Businesscenter Humboldtpark in der Max-Planck-Straße 4 in Aschheim bei München, unmittelbar neben der Messe München. Die Fahrzeuge stehen dort, die Disposition sitzt dort, und die Chauffeure starten von dort. Wer eine Fahrt bestellt, spricht mit denselben Personen, die den Einsatz anschließend planen, und nicht mit einer Stelle, die den Auftrag weitergibt.

Chauffeur am Steuer einer Limousine, gesehen aus dem Fond
Symbolbild: Der Arbeitsplatz eines Chauffeurs ist zugleich der Aufenthaltsraum des Gastes.

Diskretion ist eine Verpflichtung, keine Geste

Diskretion wird häufig als Stilfrage behandelt. In unserem Betrieb ist sie eine arbeitsrechtliche und vertragliche Verpflichtung. Unsere Chauffeure sind auf Vertraulichkeit verpflichtet. Auf Wunsch legen wir vor dem Einsatz Führungszeugnisse vor und unterzeichnen eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Das ist kein Entgegenkommen, sondern die Voraussetzung dafür, dass Gäste aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie überhaupt mitfahren können.

Die gleiche Verpflichtung gilt nach außen, und sie hat einen Preis, den wir bewusst zahlen. Wir nennen keine Namen, keine Ziele und keine Zeiten, auch nicht als Referenz. Wer uns beauftragt, bekommt deshalb keine Liste prominenter Fahrgäste zu sehen. Er bekommt die Sicherheit, selbst nicht auf einer solchen Liste zu erscheinen.

Was das im Fahrzeug bedeutet

Im Alltag zeigt sich Diskretion in wenigen, wiederkehrenden Verhaltensweisen:

  • Der Chauffeur schweigt, wenn im Fond telefoniert wird, und antwortet, wenn er gefragt wird.
  • Musik läuft im Innenraum nur dann, wenn sie gewünscht ist.
  • Die Fondtür wird geöffnet, bevor darum gebeten wird, und das Gepäck übernommen, ohne dass es ausgehandelt werden muss.
  • Unterlagen bleiben zwischen zwei Terminen an Bord, damit der Fond zum Arbeitsplatz werden kann.
  • Gesprochen wird über die Fahrt, nicht über frühere Fahrten.

Begrüßung und Sprache

Der erste Satz entscheidet über den Ton einer Fahrt. Unsere Chauffeure sind deutschsprachig und begrüßen Ihre Gäste auf Deutsch, Englisch oder Arabisch. Am Flughafen steht der Chauffeur mit Namensschild im Terminal, übernimmt das Gepäck und begleitet die Gäste zum Fahrzeug. Bei Geschäftsterminen führt er sie bis zu Ihrem Empfang und übergibt sie dort, statt sie vor der Tür zu verabschieden.

Damit das funktioniert, brauchen wir eine Angabe, die oft vergessen wird: die Namen der Fahrgäste je Fahrzeug. Nur dann weiß der Chauffeur, wen er anspricht, und nur dann steht auf dem Namensschild der Text, den der Gast erwartet. Auch unsere Korrespondenz vor und nach der Fahrt führen wir in diesen drei Sprachen, sodass internationale Gäste nicht erst im Fahrzeug zum ersten Mal in ihrer Sprache angesprochen werden.

Protokoll ist Handwerk, nicht Form

Bei Anlässen mit Gästen aus Diplomatie, Politik oder Wirtschaft haben Rangfolge, Anrede und Reihenfolge ein eigenes Gewicht. Wir erfassen vorab Funktion und Anrede der Fahrgäste, den Entsendestaat und Ihre Anforderungen an Vorfahrt, Flaggenführung und Begrüßung. Der Chauffeur wird entsprechend gebrieft. Fahren mehrere Fahrzeuge, fahren sie abgestimmt, mit fester Reihenfolge und gemeinsamer Ankunft. Begleitfahrzeuge und Flaggenhalter stellen wir nach Absprache.

Verantwortlich für diesen Rahmen ist in unserer Gruppe der Director of Protocol, Ricardo Dietl. Das ist keine Höflichkeitsfunktion, sondern eine Zuständigkeit: Wer Vorfahrt, Reihenfolge und Anrede verantwortet, entscheidet auch, wenn sich am Tag selbst etwas verschiebt. Fahrten mit protokollarischem Anspruch buchen Sie idealerweise mit einigen Tagen Vorlauf, damit die Abstimmung mit Behörden und Veranstaltern möglich ist.

Die Grenzen der Rolle

Ein verlässlicher Anbieter benennt, was er nicht leistet. Personenschutz und Sicherheitsdienstleistungen im engeren Sinn erbringen wir nicht selbst. Wir koordinieren unsere Fahrten mit den von Ihnen benannten Sicherheitsverantwortlichen und richten Route, Vorfahrt und Timing nach deren Vorgaben aus. Ebenso sind unsere Chauffeure ortskundig, aber keine zertifizierten Gästeführer. Wünschen Sie eine fachliche Führung, vermitteln wir eine lizenzierte Begleitung, die mitfährt.

Auch der rechtliche Rahmen gehört zur Rolle. Wir fahren im Verkehr mit Mietwagen nach § 49 Absatz 4 des Personenbeförderungsgesetzes, Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt München. Fahrten werden daher im Voraus bestellt und nicht am Straßenrand angenommen. Wer wissen will, mit wem er es zu tun hat, findet uns zusätzlich im Vertrauensregister der Bundesverbraucherhilfe, in das wir nach einem bestandenen Audit aufgenommen wurden.

Wie ein Einsatz vorbereitet wird

Vor jedem Einsatz erhält der Chauffeur die Details zur Fahrt: Fahrgäste und ihre Namen, Abholort und Abholzeit, Ziel und Vorfahrt, besonderes Gepäck und, falls vereinbart, den Text für das Namensschild. Bei Bedarf melden wir uns vor der Fahrt bei Ihrem Ansprechpartner vor Ort, damit die Seite des Gebäudes, an der ausgestiegen wird, auch dort bekannt ist. Diese Abstimmung kostet wenige Minuten und ersetzt die Rückfragen, die sonst am Tag selbst anfallen.

Bei Flughafentransfers kommt die Flugverfolgung hinzu. Verschiebt sich eine Landung, verschiebt sich die Abholung mit, ohne dass Sie anrufen müssen. Bis zu 60 Minuten Wartezeit ab Landung sind kostenfrei. Bei Flügen über das General Aviation Terminal stimmen wir uns mit dem Handling ab und fahren nach Freigabe direkt auf das Vorfeld. Von Ihnen brauchen wir dafür die Flugnummer, Terminal und Gate, sofern bekannt, und Hinweise zu besonderem Gepäck.

Der Zustand des Fahrzeugs gehört zur Arbeitsweise

Haltung zeigt sich auch darin, in welchem Zustand ein Fahrzeug vorfährt. Jedes unserer Fahrzeuge wird vor jedem Einsatz innen und außen gereinigt und geprüft. Möglich ist das, weil der Fuhrpark uns gehört: eine Mercedes-Benz S 450 d 4MATIC Lang und zwei Mercedes-Benz V 300 d extralang, alle außen schwarz und alle in der Emissionsklasse Euro 6. Wir sind nicht auf wechselnde Flotten angewiesen und wissen bei jeder Buchung, welches Fahrzeug kommt und wer es fährt.

Die Arbeit eines Chauffeurs wird selten bemerkt. Bemerkt wird vor allem, wenn sie fehlt.

Woran Sie einen eingespielten Betrieb erkennen

Wenn Sie einen Chauffeurservice zum ersten Mal beauftragen, lässt sich die Arbeitsweise an wenigen Fragen ablesen. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:

  1. Wer sitzt am Steuer: eigenes Personal oder ein wechselnder Dritter.
  2. Wird vor der Fahrt gefragt, wer mitfährt, was mitkommt und wo vorgefahren wird.
  3. Wird die Genehmigung zur Personenbeförderung von selbst genannt oder muss man danach fragen.
  4. Lässt sich Vertraulichkeit schriftlich zusagen, oder bleibt sie eine Formulierung im Gespräch.
  5. Werden die Grenzen der Leistung benannt, etwa beim Personenschutz oder bei Führungen.
  6. Gibt es eine unabhängige Stelle, bei der die Arbeitsweise geprüft wurde.

Keine dieser Fragen betrifft das Fahrzeug. Das ist kein Zufall. Fahrzeuge lassen sich beschaffen, eine Arbeitsweise nicht.

Fazit

Wer einen Chauffeur beauftragt, kauft keine Fahrstrecke, sondern eine Verantwortung für die Übergänge. Sie zeigt sich in der Vorbereitung, in der Zurückhaltung während der Fahrt und in der Klarheit darüber, was nicht angeboten wird. Prüfen lässt sich das vorher, und genau dafür sind die Fragen oben gedacht.

Wie wir Transfers, Flughafenfahrten und Stundencharter planen, steht auf der Seite Xceed Chauffeur. Für Besuche, Delegationen und protokollarische Abstimmung ist unsere Seite Public Affairs die Kontaktstelle. Eine konkrete Fahrt mit Preis und Verfügbarkeit sehen Sie in der Buchungsstrecke.

Häufige Fragen

Fragen zum Thema

Wer fährt das Fahrzeug?

Ausschließlich unsere eigenen Chauffeure. Die Fahrzeuge sind auf die Xceed Concierge Services GmbH zugelassen und werden vor jedem Einsatz gereinigt und geprüft.

In welchen Sprachen werden meine Gäste begrüßt?

Auf Deutsch, Englisch oder Arabisch. In diesen Sprachen führen wir auch die Korrespondenz vor und nach der Fahrt.

Können Sie Vertraulichkeit schriftlich zusagen?

Ja. Auf Wunsch legen wir Führungszeugnisse vor und unterzeichnen vor dem Einsatz eine Vertraulichkeitsvereinbarung.

Nennen Sie Referenzen?

Nein. Wir nennen keine Namen, keine Ziele und keine Zeiten, auch nicht als Referenz. Über unsere Arbeitsweise sprechen wir gern ausführlich.

Übernehmen Sie auch Personenschutz?

Nein. Wir stimmen Route, Vorfahrt und Timing mit den von Ihnen benannten Sicherheitsverantwortlichen ab.

Wie viel Vorlauf braucht eine protokollarische Fahrt?

Idealerweise einige Tage, damit die Abstimmung mit Behörden und Veranstaltern möglich ist.

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